Weggeworfene Eisverpackung: Griechen fordern Schadenersatz in Milliardenhöhe!

Yanis-Varoufakis-Berlin-2015-02-05
Athen (ugm) – Griechenlands Finanzminister Varoufakis kam bei der einberufenen Pressekonferenz sofort auf den Punkt: Wegen einer Eisverpackung, die ein deutscher Tourist achtlos auf den Boden geworfen hatte, seien so viele Folgeschäden entstanden, dass Deutschland Reparationszahlungen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro zahlen soll.

Varoufakis im Wortlaut: „Nach diesem eindeutigen Akt der Aggression des deutschen Touristen errechneten unsere Finanzbeauftragten, dass alleine zwei Jahre Zeit für die Verwaltungsarbeit dieses Falles aufgewendet wurden.“ Im Einzelnen seien dies die Weitergabe der Informationen von einem Beamten an den nächsten, die Eingabe der Daten in das sogenannte „Müll-Lokalisierungs-System“, das ebenfalls zur Erfassung der Beamten dient, die Informierung der für die Aufräumarbeiten zuständigen Behörde sowie der Aufräumvorgang an sich.

Wurde als Beweis vorgelegt: Eis ohne Verpackung

Wurde als Beweis vorgelegt: Eis ohne Verpackung

Deutschlands Finanzminister Schäuble bezeichnete die Aussagen Varoufakis‘ als „dreiste Lüge“. Man könne definitiv nachweisen, dass die Verpackung aufgrund von Wetterbedingungen schon nach zwei Wochen nicht mehr auffindbar gewesen sei, weswegen zumindest der letzte Schritt der Behördenabläufe nicht wahr sein kann.

Varoufakis betrachtete dies seinerseits als „üble Beleidigung“ und drohte mit der Beschlagnahmung von deutschem Müll, sollten die Zahlungen nicht innerhalb der festgelegten Frist von 2 Monaten erfolgen. Schäuble gab sich sicher: „Die Frist wird sowieso erst in drei Jahren in ihrem System hinterlegt werden, insofern haben wir mehr als genug Zeit“.

dan; Bild oben: Yanis-Varoufakis-Berlin-2015-02-05“ by Jörg Rüger – Own work. Licensed under CC BY 3.0 via Wikimedia Commons. Bild rechts: Pückler-Schnitte“ von ~~ – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.