Bild fordert frühere Informationen über Flugzeugabstürze


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Mitarbeiter der Bild-Zeitung kritisieren die mangelnde Kommunikation der Luftfahrtbehörden bei Flugzeugkatastrophen. Chef-Redakteur Kai Diekmann wütete auf einer Pressekonferenz, dass es eine Unverschämtheit sei „erst kurz nach einem Unfall informiert“ zu werden. Aufgrund dieser Kommunikationsprobleme sei es z.B. nicht möglich, „die Unfallopfer während des Aufpralls zu fotografieren“, weshalb man sich dann mit „völlig unzureichenden Bildern der bereits verkohlten Körper“ zufrieden geben müsse.

Als Lösung wird vorgeschlagen, dass sämtliche Airlines die psychologischen Profile ihrer Piloten, sowie Flüge von Flugzeugen mit mangelnder Wartung an die Zeitungen übergeben. Zusätzlich sollen Psychologen auffällige Piloten bei Zeitungen melden. „Wir werden dann schon
für Verschwiegenheit sorgen, damit die Arbeitgeber das nicht mitbekommen und die Schweigepflicht der Ärzte eingehalten wird“.

„In Zukunft“, so Diekmann, „müssen wir es schaffen, dass kein Flugzeug mehr unfotografiert abstürzen kann. Dann müssen wir uns auch nicht mehr darauf spezialisieren weinende Passanten in irgendeiner Stadt oder irgendeinem Flughafen zu interviewen um unsere Auflagen mit so einem Glücks- ähhhh Unglücksfall zu steigern.

dan

  • Leser

    Das schlimme ist: Wenn die Zeitungen die Möglichkeit hätten – sie würden es tatsächlich machen… Dreckiges Pack :(

    • Tommy

      Die Leute lesen es – wenn es nicht für mehr Leser sorgen würde, würde auch nicht darüber berichtet werden. Also sollte man wohl eher an der Wurzel arbeiten – die Sensationsgier der Bevölkerung!