Verhalten von Fußballfans soll allgemeiner Knigge für gehobene Kreise werden

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Nach den jüngsten Ereignissen beim Bundesliga-Derby zwischen Mönchengladbach und Köln, als vermummte Hooligans auf Seiten des 1. FC Köln nach Spielende den Platz stürmten und sich teilweise heftige Schlägereien lieferten, wurde genau dieses Verhalten als Grundlage für eine Überarbeitung des mittelalterlich anmutenden Knigge für gehobene Kreise und formelle Anlässe genommen.

Die Betroffenen sind hocherfreut: „Mit einem nur 7-stelligen Jahreseinkommen werde ich zwar zur Oberschicht gezählt, fühle mich aber eher als ganz normaler Bürger. Ich empfinde es deshalb als wichtig, dass die Verhaltensregeln endlich entsprechend der neuen Zeit und Gegebenheiten angepasst werden. Ich freue mich schon darauf, endlich ohne Vorwarnung unliebsamen Personen richtig eins auswischen zu können und dafür noch gelobt zu werden.“, so Harry Gruber, der für zwei Wochen als Manager einer Bank arbeitete und mit einer millionenschweren Abfindung entlassen wurde, weil er hohe Geldbeträge unterschlagen hatte, von deren Verbleib bis heute jede Spur fehlt.

Gruber, der auch gleichzeitig als Spezialist für das Verhalten in den unterschiedlichen Schichten gilt, erklärt die Änderungen: „Die Regeln haben sich einfach der aktuellen Zeit angepasst. Argumentation in Streitgesprächen ist nun unerwünscht. Vielmehr müssen die Leute sich gegenseitig mit stupiden, einfachen Liedern gegenseitig angrölen. Wenn dann noch keine Entscheidung gefallen ist, darf der Ort von Unterstützern der beiden Streitpersonen gestürmt werden.“ Wenn auch hier keine Lösung gefunden werden konnte, soll Gewalt angewendet dürfen, denn „es gehört sich einfach so.“

Junger Adeliger posiert nach Knigge-Anpassung in neuem formellen Aufzug.

Junger Adeliger posiert nach Knigge-Anpassung in neuem formellen Aufzug.

Es gibt noch viele weitere kleine Regeln, die das Zusammenleben vereinfachen sollen. Es soll zum Beispiel nur noch Bier aus Plastikbechern getrunken werden dürfen und dabei das Bier in möglichst wenig Zügen geleert werden. Unter zwei Promille braucht man einer Gesellschaft erst gar nicht näher zu kommen.

Gruber: „Die neuen Regeln wurden auch schon sehr gut angenommen. Erst neulich gab es eine Diskussion in einem Sterne Restaurant zwischen einem Gast und dem Koch. Nachdem beide in sehr betrunkenem Zustand einfach gestrickte Loblieder auf sich selbst gegrölt hatten, stürmten mehrere Küchenassistenten, sowie Chauffeur und Butler des Gastes den Raum um gemeinsam zu grölen. Dies führte zu keiner Lösung, weshalb eine handfeste Schlägerei ausbrach. Der Koch wurde am Ende verletzt ins Krankenhaus eingewiesen und die anderen anwesenden Gäste applaudierten und zeigten sich entzückt von der überaus kompromissbereiten Art der Konfliktbewältigung.“

dan; Foto rechts: Martin Fisch, CC BY 2.0

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  • Derbysieger

    Die Kölner Fans sind auch dreckige Assis!

    • micha

      Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal die Fresse halten ihr seid auch nicht beser