Zentralrat der Züge beklagt, dass jahrelanger Streik noch immer unbemerkt ist

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Während sich ganz Deutschland über die nicht rational erklärbaren Streiks, ausgerufen von GDL-Chef Claus Weselsky, aufregt, meldete sich nun der Zentralrat der Züge zu Wort und beklagt, dass ihr seit Jahren andauernder Streik nicht von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Enttäuscht von deutschen Medien - Triebzug Baureihe 623

Enttäuscht von deutschen Medien – Triebzug Baureihe 423

Ein Triebzug der Baureihe 423 in Stuttgart, Vorsitzender des Zentralrats, prangert die Medien an: „Die deutschen Medien sehen wie immer nur das, was sie wollen. Im Nahverkehr gibt es einen vom ZdZ (Zentralrat der Züge /red.) ausgerufenen Warnstreik, der bereits seit Jahren stattfindet. Die Deutsche Bahn hat es bisher immer geschafft, diesen mit Ausreden wie „Oberleitungsschaden“, „Weichenstörung“ oder „Polizeieinsatz“ zu vertuschen. Das stimmt aber nicht. Unsere Züge sind seit Beginn des organisierten Schienennahverkehrs chronisch überfordert.“

Den aktuellen Streik der Gewerkschaft GDL empfindet der ZdZ als „blanken Hohn“, die Arbeit würde so oder so von den Triebwägen verrichtet, wie solle so die realitätsfremde Forderung von 15% überhaupt als Diskussionsgrundlage dienen? Der ZdZ sieht sich jedenfalls durch die GDL ermutigt, weitere Maßnahmen zu ergreifen: „Wenn es in der Zukunft noch irgendwann mal einen streikfreien Slot geben sollte, werden wir unseren Warnstreik zu einem Generalstreik ausweiten, der den kompletten Schienenverkehr lahmlegen wird.“

dan; Foto rechts: 423-Vollzug Main-Weser-Bahn“ von MdE (de) – Eigenes Foto. Lizenziert unter CC-BY-SA-3.0-de über Wikimedia Commons.

  • Streikfrei

    Ich glaube nicht, dass es irgendwann mal einen „streikfreien Slot“ gibt, streiken ist ja heute in Mode. Um des Streikes-Willen natürlich, passende Forderung gibt es nicht, deswegen werden dann völlig überzogene Wünsche geäußert, damit der Streik auch ja stattfinden kann.