Panne bei Real Madrid – 100 Millionen Euro Verlust!

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Für nur einen Spieler 100 Millionen bezahlen? Perez, der Präsident des spanischen Vorzeigeclubs Real Madrid, kriegt sich kaum wieder ein: „Das ist eine Schande für den Fußball! Solche Beträge zerstören das Finanzgefüge der Fußballwelt vollkommen. Am Ende müssen Vereine wie Real Madrid auch noch Finanzspritzen von finanziell total zerstörten Staaten annehmen, um weiter existieren zu können!“.

Der Wechsel von Gareth Bale für 100 Millionen Euro versetzte Perez in einen Schockzustand. „Ich kann mir einfach nicht erklären, wie Menschen derart in kriminelle Machenschaften verstrickt sind“, so Perez auf die Frage, ob man den Betrug nicht hätte früher erkennen können. „Uns wurde ein Superstar vergleichbar mit Ronaldo angepriesen und dann bekommen wir nur einen Spieler, der sich international noch gar nicht und national nur für eine Saison in England beweisen konnte“. Einen solchen Wechsel könne kein Verein der Welt gutheißen, so Perez weiter.

Das sieht nicht nur der spanische Club so: Direkt nach Bekanntgabe des Transfers suchte der ehemalige Real-Spielmacher Mesut Özil das Gespräch mit der obersten Vereinsebene. „Er hat mir zu verstehen gegeben, dass er von Real Madrid mehr Professionalität im Umgang mit zwielichten Beratern erwartet hätte. Er würde auf keinen Fall die Konkurrenz im Mittelfeld scheuen, sondern mit seinem Wechsel zu Arsenal verdeutlichen, dass er solche Transfersummen für völlig überteuert hält. „Deswegen bin ich auch nur für 50 Millionen gewechselt. Um den Scheichs in England zu zeigen, dass es auch mit wenig Geld geht“, so der Deutsche mit türkischen Wurzeln.

Perez jedenfalls hat aus seinen Fehlern gelernt: „In Zukunft werde ich mir vor Transfers die Youtube-Zusammenfassungen der Wunschsspieler anschauen, da man in diesen alle Stärken und Schwächen erkennen kann und damit auch den Marktwert abschätzen kann. Obwohl natürlich die Marktwerte seit diesem Wechsel nichts mehr über die Qualität eines Spielers aussagen.

dan, Foto: Pablo Morquecho, CC by 2.0