Kind verschenkt Süßigkeiten – Verklagt!

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Der kleine Michael Meier (11) geht in die sechste Klasse des Gymnasiums – und hat seit einer Woche ganz schöne Schwierigkeiten am Hals. „Ich habe immer Süßigkeiten für meine Freunde mit in die Schule gebracht. Das mache ich schon seit der ersten Klasse so.“

Der lange Zeitraum scheint hierbei wohl das Problem zu sein: Sein ehemals bester Freund Christian Niesat (11) wurde vergangene Woche die Schockdiagnose Diebetes bestätigt, was sofort Christians Eltern auf den Plan rief.

„Es kann doch nicht sein, dass über 5 Jahre hinweg so ein kleiner Bengel unsere gute Ernährung absolut überflüssig macht!“ Das, so Mutter Jessica Niesat, sei einzig und allein Schuld der Eltern, weshalb man sich dazu entschlossen habe, Familie Meier auf Schadenersatz zu verklagen.

„Jedem einigermaßen informierten Mensch ist doch klar, dass zu viel Süßes nicht gesund ist. Das hätte seitens der Eltern verhindert werden müssen!“

Die Wurzel allen Übels

Die Wurzel allen Übels

 

Michael jedenfalls hat nun gleich doppelt verloren: Sein bester Freund will nichts mehr mit ihm zu tun haben und Süßigkeiten darf er auch nicht mehr in die Schule mitnehmen.

Hans Müller, Vertreter der Stadt, unterstützt das Vorhaben: „Im Endeffekt haben wir es hier mit einer abgeschwächten Version eines Amoklaufs zu tun. Man mag sich gar nicht vorstellen, was los wäre wenn noch mehr Schüler von Michael Süßigkeiten bekommen hätten. Das Schlimme an der Sache ist dabei aber nicht, dass er Süßigkeiten verteilen wollte. Das Schlimme ist vielmehr, dass die Eltern davon nichts wussten, weil die Eltern die eingekauften Süßigkeiten unabgeschlossen im Kühlschrank lagerten.“ Hier sei definitiv die Aufsichtspflicht verletzt worden, denn wie unschwer erkennbar wäre, können auch Süßigkeiten als Waffe missbraucht werden.

dan

  • Boink

    Dann kann man ja froh sein, dass die Eltern keine Kaugummi-Zigaretten gelagert hatten Oo