Euthanasie wird zur Pflicht

heartbeat-36732_640


Wie der Öffentlichkeit in den frühen Morgenstunden durch ein versehentlich auf Lautsprecher eingestelltes Handy bekannt wurde, steht das seit vielen Jahren hitzig debattierte Thema „Euthanasie“ kurz vor einer Lösung.

Dr. Roger Kusch von „Sterbehilfe Deutschland“ bestätigte auf Nachfrage das Gerücht, dass einem Antrag auf verpflichtende Euthanasie ab 67 zugestimmt wurde.

„Es war klar, dass der Staat einem solchen Vorhaben positiv gegenüber steht. Die Menschen zahlen ihr Leben lang Steuern und Sozialabgaben und durch die verpflichtende Euthanasie ab dem Rentenalter spart es sich der Staat eben diese Gelder wieder auszahlen zu müssen.“ Die Argumentation, die schließlich genug Anhänger für eine Verabschiedung gewann, bezog sich vor allem auf die besonders widrigen Lebensumstände im Rentenalter.

„Ein Leben nach der Arbeit kann eigentlich nur als dauerhaftes Leiden angesehen werden. Man ist körperlich am Ende, hat zwar viel Zeit, aber keine Kraft mehr sich seine Wünsche zu erfüllen. Zusätzlich muss man sich von den Jüngeren ohne Gegenwehr demütigen lassen. Das ist ein Zustand, den wir als definitiv nicht lebenswürdig ansehen.

Gegenwehr kam lediglich von der „Rentner Partei Deutschland“, die argumentierte, dass mit dieser Pflicht das Wort „Rente“ keine Existenzberechtigung mehr hätte und damit der Untergang der Partei besiegelt wäre. Ronald Harder, Vorsitzender der Partei: „Ich kann einfach nicht glauben, dass diesem Antrag zugestimmt wird. Wenn man diesen Antrag böse beschreiben will, wird hier die Todesstrafe für unsere Partei gefordert. Es muss definitiv eine Lösung gefunden werden, die den Fortbestand meiner Partei sichert. Ich denke da z.B. an eine zweijährige Auszahlung der ausstehenden Rente an die Hinterbliebenen der ehemaligen Arbeitskräfte.“

Kusch zeigt sich diskussionsbereit: „Solange die Alten endlich in humanem Alter sterben dürfen, habe ich mit einer Zahlung über 2 Jahre kein Problem. Diese Entscheidung kann ich allerdings nicht treffen. Wir diskutieren allerdings derzeit noch eine Änderung: Da ein Leben ohne Arbeit grundsätzlich nicht lebenswert ist, beantragen wir ab einer Arbeitslosigkeit von 2 Monaten die sofortige verpflichtende Euthanasie, um dieses vegetative Dasein einfach beenden zu können.“

Noch sind aber nicht alle Fragen geklärt: Wie sollen die Rentner sterben dürfen? Dürfen diese das selbst entscheiden, oder gibt es hier Vorschriften (z.B. Abhängig von der Erwerbstätigkeit)? Wie soll mit den Menschen verfahren werden, die dieses Alter bereits überschritten haben?

Kusch kommentiert: „Da jeder Mensch bekanntermaßen ungern stirbt, auch wenn das Leben nur ein einziger Leidensweg ist, diskutieren wir derzeit einen lange andauernden Sterbeprozess, um wenigstens den Eindruck eines längeren Lebens entstehen lassen zu können. Es hat ja keiner gesagt, dass Euthanasie einen angenehmen Tod verspricht, oder verstehe ich hier etwas falsch?“

dan