England – Fußballvereine nicht mehr auf Scheichs angewiesen

pound
Wie die englische Zeitschrift „The Financial Times“ berichtet wurde in England ein völlig Neuartiges Finanzmodell ins Leben gerufen, dass die Abhängigkeit der Fußballvereine von ausländischen Investoren auf einen Schlag der Vergangenheit angehören lässt. Der britische Schatzkanzler, George Osborne, kommentiert:

„Diese Änderung war schon lange nötig. Die Vereine, Fans und selbst Unbeteiligte konnten es einfach nicht mehr ab, dass die Sportwelt in England dauerhaft von ausländischen Investoren abhängig war. Man muss da auch ganz ehrlich sein: Ohne Investoren hätte die Premier League vielleicht noch den Status wie die Liga in Luxemburg.“

Doch wie soll das neue Modell aussehen? FA-Präsident William Mountbatten-Windsor erklärt: „Wir haben uns lange Gedanken gemacht, wie man ein Finanzmodell erschaffen kann, dass unsere Vereine mit denen in der spanischen Liga konkurrenzfähig macht, aber gleichzeitig das Problem der Spanier für uns löst: Der manuelle Aufwand, der entsteht wenn der Staat für teures Geld ein Stadion kauft und dieses dem Verein für einen symbolischen Euro zurückverkauft. Dieser manuelle Aufwand“, so Mountbatten-Windsor, „war für uns nicht tragbar.“

Deshalb habe man sich für ein neuartiges Modell entschieden, dass diese Probleme lösen soll: „Wir führen ab dem 1. Oktober 2013 eine sogenannte Fußballsteuer ein. Über die genaue Höhe werden wir uns noch unterhalten müssen. Wir haben uns bei unseren Planungen dabei an Themen wie z.B. die Kirchensteuer gehalten. Wenn man nicht in die Kirche geht, eventuell nicht mal getauft ist, aber trotzdem Steuern dafür zahlen muss: Warum sollte das nicht mit dem Fußball genauso sein? Die Leute gehen nicht ins Stadion, mögen vielleicht nicht einmal den Sport, aber Steuern zahlen können sie trotzdem.“

Nach Bekanntwerden dieser Pläne sind unter den Bürgern und vor allem auch den Fußball-Fans heiße Diskussionen entbrannt, die sich allerdings hauptsächlich darum drehten, wie sehr man jetzt dem spanischen Fußball überlegen ist. Aggressiv wurde es lediglich bei Mutmaßungen über die Ergebnisse bei Spielen wie z.B. Manchester United gegen FC Barcelona.

In einem Thema sind sich die Fans einig: „Die Fußballsteuer ist eine super Idee, um den Fußball in England zu stärken. Zusätzlich könnte man die Eintrittspreise für die Stadien noch weiter erhöhen, dann wird man zur nächsten Saison über den Gareth Bale-Wechsel (für 100 Millionen Euro zu Real Madrid / Red.) lachen. Vielleicht sollte man eine gesonderte Fußballwährung einführen, in der es einzelne Scheine mit Millionenbeträgen gibt.“ Laut Aussage der Fans haben Scheine mit Millionenbeträgen z.B. zwischen 1914 und 1923 in Deutschland wunderbar funktioniert. „Wer wollte nicht schon immer mal mit einem Schubkarren voller Geld ein Brot kaufen gehen?“

dan, Foto: johnas, CC By 2.0